Das Prinzip ist denkbar einfach: Geld hineinschmeißen, am Rädchen drehen, und schon kommt unten eine Kapsel raus. An den Automaten kann man Figuren kaufen, die meistens Nachbildungen von Manga- oder Anime-Charakteren sind. Aber auch Modellautos und -flugzeuge befinden sich im Sortiment.
Gachapon-Automaten unterscheiden sich in zwei wesentlichen Punkten von den österreichischen Kaugummiautomaten. Die Figuren sind nämlich qualitativ ziemlich hochwertig und deshalb auch wesentlich teurer. Die Preise schwanken üblicherweise zwischen 200 und 600 Yen (ca. 1,50€ - 4€). Manche Figuren sind auch limitiert und werden deshalb zu begehrten (und teuren!) Sammlerstücken.
Viele Leute sammeln deshalb die Figuren einer bestimmten Serie. Das geht mitunter sogar soweit, dass junge Männer ganze Automaten leerkaufen. Das hat natürlich den Grund, dass sie eine Sammlung komplettieren möchten. Ein weiterer Grund ist aber, dass viele dieser Männer (die mitunter schon weit über 20 sind) als Kind kaum die Möglichkeit hatten, sich die Figürchen zu kaufen. Als Erwachsene mit Job und eigenem Geld haben sie nun endlich die Kaufkraft, ganze Serien zu vervollständigen.
In Akihabara in Tokyo habe ich auch so einen Automaten ausprobiert und diese nette Dame erhalten:
Übrigens: Der Name "Gachapon" kommt angeblich von dem Geräusch, welches erzeugt wird, wenn eine Kapsel gekauft wird. Wenn man nach dem Einwerfen des Geldes am Rädchen dreht, entsteht ein Ton, der entfernt dem "gacha" ähnelt und das Herunterfallen der Kapsel klingt mit viel Fantasie wie ein dumpfes "pon".
1 Kommentare:
Sehr schöner Eintrag! Ich les' mich mal weiter ein hier, bei Dir.
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