oder: Tätowierte haben's schwer
Japan hat eine lange Tradition, was Tätowierungen anbelangt: Irezumi (入れ墨). Trotzdem bringen Tattoos gewisse gesellschaftliche Schwierigkeiten mit sich.
Zu Beginn der Edo-Zeit (1603 - 1868) waren Tätowierungen besonders bei Arbeitern und Prostituierten beliebt. Ab 1720 aber wurden Tätowierungen als eine Art Kennzeichen für kriminelle eingesetzt. Dies führte dazu, dass sich eine neue Gruppe, die Yakuza bildete. Deswegen ließen sich Leute in "besseren" Gesellschaftsschichten auch nicht mehr tätowieren.
Heute gelten Tätowierungen immer noch als Kennzeichen der Yakuza, der japanischen Mafia, was natürlich die gesellschaftliche Akzeptanz erschwert. Schwimmbäder und Onsen verweigern beispielsweise Leuten mit Tattoos den Eintritt.
Ausländern gegenüber ist man aber toleranter. Viele Japaner wissen, dass Tattoos in der westlichen Welt nichts anrüchiges sind. Allerdings sollte man als tätowierter Ausländer darauf achten, dass die Tattoos nicht öffentlich sichtbar sind. Man darf meistens auch Bäder betreten, solange die Bilder nicht zu groß sind.
In der jüngeren Zeit kommen Tätowierungen aber wie im Westen bei jüngeren Japanern in Mode, weswegen sich die Sichtweise allmählich langsam ändert.
Hier noch ein Link zu einer Seite mit vielen Bildern und Infos über traditionelle japanische Tätowierungen: Irezumi
6/22/2009
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1 Kommentare:
Interessanter Bericht. In Japan gibt es doch auch soweit ich weiß, diverse Tattoo-Festivals. Hast Du schon mal so ein Fest gesehen? Oder weißt Du sonst noch etwas darüber?
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